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Training der
etwas anderen Art: 31.12.2010
Seit einer knappen Woche verbringe ich mit Andy wunderschöne
Tage im Oberengadin (Samedan)und nutze die Trainingszeit
zum Langlaufen, snowboarden und joggen. Mit dem Bike drehten
wir bereits auch schon eine Runde. Die Blicke der Leute
amüsierte uns... In einem hochalpinen Skigebiet sieht
man in den Wintermonaten wohl nicht viele Radler. Das Wetter
war in den letzten Tagen traumhaft und mild. Zu Beginn hatte
ich etwas Mühe mich an die Höhenluft zu gewöhnen,
doch mittlerweile hab ich die Umstellung gut wegstecken
können. Werde noch eine weitere Woche zum Training
in der Höhe nutzen. Doch jetzt genieße ich zuerst
meinen Ruhetag.
Wünsch Euch und Euren Familien einen guten Rutsch ins
neue Jahr!
Schöne Festtage
und einen guten Rutsch ins neue Jahr
Wünsch Euch und Euren Familien eine schöne
Weihnachtszeit und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Lasst
es Euch in den nächsten Tagen besonders gut gehen und
vergesst vielleicht mal den Blick auf die Waage (das wird
eh alles früher oder später wieder abtrainiert
;-))
Ende der Woche heißt es für mich: Langlauf und
Snowboardsachen packen und dann ab in den Schnee. Freu mich
riesig drauf!
Vertrag für
2011 unterschrieben: 22.12.2010
Es war zwar schon einige Zeit klar, dass ich auch
in der kommenden Saison für die "Easton Rockets"
an den Start gehen werde, doch den endgültigen Vertrag
hatte ich erst in den letzten Tagen unterschrieben. Neben
ein paar Abgängen von diversen Teammitgliedern hat
Teamchef Bernhard Mollnhauer drei Neuverpflichtungen ins
Team geholt. Die dänische Meisterin Annika Langvad,
der Schweizer Lukas Kaufmann und der Deutsche Christopher
Maletz werden zukünftig die Teamfarben der "Easton
Rockets" vertreten. Ich freu mich bereits jetzt schon
auf die gemeinsame Zeit, die wir an den Rennwochenenden
miteinander verbringen werden!
Trailer der Easton Rockets 2011
http://www.youtube.com/watch?v=5fXPrk-651g
Baden-Württembergische Meisterschaft
im Radcross in Offenburg-Fessenbach: 04.12.2010
Dieses Wochenende nutzte ich die BaWü-Meisterschaft
in OG zu Trainingszwecken. Bei Temperaturen knapp über
null und strahlendem Sonnenschein fiel der Startschuss.
Die Frauen starteten zusammen mit den Junioren. Der Kurs
war konditionell anspruchsvolI und eine ziemliche Bolzerstrecke.
Wenn ich so zurückblicke, dann war es ein zufriedenstellender
Rennverlauf für mich. Fand recht schnell meinen Rhythmus
und hatte mir in der 3. von 6 Runden die zweite Position
erkämpft. In der letzten Runde verließen mich
die Kräfte und ich rutschte somit mit vier Sekunden
Rückstand auf den 3. Rang zurück. Es gewann die
mehrfache Weltmeisterin und Radcross-Spezialistin Hanka
Kupfernagel vor Hanna Klein.
Int. Radquer in Frauenfeld: 28.11.2010
Beim Int. Radquer in Frauenfeld (CH) bestritt ich
mein 2. Crossrennen der Saison. Nach dem Start hatte ich
ein gutes Gefühl und Druck auf den Flachpassagen. Setzte
mich an dritter Position fest und hatte zur Zweitplatzierten
einen Rückstand von etwa 10-15 Sekunden. Im letzten
Renndrittel liessen meine Kräfte nach und ich versteuerte
mich in der letzten Runde in einer Kurve. Ein Sturz war
die Folge und mein Lenker verhakte sich total blöd
in einem Zaun. Somit ging wertvolle Zeit verloren bis ich
die Verfolgung wieder aufnehmen konnte. Nach dem Missgeschick
lag ich auf dem vierten Rang und konnte den Rückstand
bis ins Ziel nicht mehr aufholen. Rang vier mit 14 Sekunden
Rückstand war die Holzmedaille, doch ich war trotzdem
zufrieden mit meinem Rennen. Vor vier Wochen hatte ich das
Training wieder aufgenommen und es ist schön zu sehen,
dass ich mich im Vergleich zu Frenkendorf deutlich steigern
konnte. Was ich mir beim nächsten Schlammrennen zu
Herzen nehmen sollte wäre der einmalige Radwechsel
pro Runde... In Frauenfeld gewann Lise Müller.
Nächstes Wochenende starte ich bei der Baden-Württembergischen
Meisterschaft in Offenburg-Fessenbach. Dies wird in dieser
Saison mein letztes Quer-Rennen sein.
Wettkampfspezifisches Training beim
Int. Radquer in Frenkendorf: 07.11.2010
Dieses Wochenende nutzte ich das Int. Crossrennen
in Frenkendorf (CH) zu Trainingszwecken. Dass ich nach fünfwöchiger
Pause nicht gerade in Superform sein würde war klar.
Es ging jedoch mehr darum, im fahrtechnischen Bereich Erfahrungen
mit dem Crossrad sammeln zu können. Die Strecke war
toll und die Veranstalter hatten sehr viel Herzblut in die
Organisation gesteckt. Meine Steuerkünste waren verbesserungswürdig
und eine aggressive Fahrweise konnte ich auch noch nicht
an den Tag legen. Ich beendete das Rennen hinter der Siegerin
Sabine Spitz auf Rang 8.
Werde in der Saisonvorbereitung noch das eine oder andere
Querfeldeinrennen zu Trainingszwecken nutzen!
Einstieg ins
Wintertraining: 30.10.2010
Nach fünfwöchiger Trainingspause startet
im November meine Saisonvorbereitung für 2011. In den
letzten Wochen konnte ich mich mal wieder den Dingen widmen,
die während der Wettkampfsaison nicht realisierbar
waren. Ein Lady-Weekend im Tessin, Besuch bei Freunden in
Bayern und ein Badeurlaub in Ägypten versüssten
mir die trainingsfreie Zeit. Konnte physisch und psychisch
gut abschalten und gleichzeitig jede Menge Kraft tanken.
Tat das gut :-) !!!!
Saisonrückblick
2010
23 Wettkampftage liegen nun hinter mir und ich blicke
mit einem lachenden und einem weinenden Auge zurück.
Für mich persönlich war es eine zufriedenstellende
Saison. In guter Erinnerung ist mir das Internationale Bundesligarennen
in Albstadt (HC) geblieben. Dort konnte ich mit Rang 9.
als viertbeste Deutsche eine gute Leistung abliefern. Der
6. Platz bei der Deutschen Meisterschaft (XC) war gut und
mein bisher bestes Ergebnis bei einer DM. Meine Beine fühlten
sich an dem Tag leider an wie Gummi und ich hatte im Anstieg
nicht den gewohnten Druck. Der 9. Rang in der internationalen
Bundesliga Gesamtwertung war ebenfalls ordentlich. Bei dieser
TOP-XC Serienveranstaltung in Europa war dies das fünftbeste
deutsche Resultat im Gesamtranking. Rang 2 beim Sprint in
Münsingen hinter der schwedischen Meisterin und vor
der dänischen Meisterin war ein kleines "Zuckerli"
für mich und motivierte mich für weitere Renneinsätze.
Viele Veranstaltungen wurden in diesem Jahr aufgrund der
schlechten Witterungsverhältnisse zur Materialschlacht.
Durch meinen Trainerwechsel zu Toni Uecker war dies ein
sehr spezielles Jahr für mich. Ein gegenseitiges Kennenlernen
stand hier im Vordergrund. Nun wissen wir, was wir im nächsten
Jahr ändern sollten, um Wettkampf, Training und Regeneration
im richtigen Maße auf mich abstimmen zu können.
Meine Saison wäre jedoch nicht so verlaufen, wenn es nicht Leute im
Hintergrund gegeben hätte, auf die ich mich hundertprozentig verlassen konnte.
Mein Schatz Andy begleitete mich zu den Events und sorgte dafür, dass ich
mich voll und ganz auf das bevorstehende Rennen fokussieren konnte. Neben der
Verpflegung kümmerte er sich um die Film- und Fotoaufnahmen für meine
Homepage. Im fahrtechnischen Bereich konnte ich wie sooft von seinen Fähigkeiten
profitieren. Besonders hervorheben möchte ich auch die Zusammenarbeit mit
meinem Trainer Toni Uecker. Er nahm sich für meine Trainingsplanung, Telefonate
und Treffen stets sehr viel Zeit. Im letzten Herbst gab mir seine Zusage -dass
er mich trainieren würde- einen zusätzlichen Motivationsschub! Mein
Physiotherapeut Ralf Koller Schonhardt vom City Gesundheits- und Trainingszentrum
in Basel sorgte dafür, dass ich mich von den Wettkämpfen schnellstmöglich
erholen konnte. Der eine oder andere sanfte Tritt in den Hintern bewirkte manchmal
Wunder. Im mentalen Bereich war er oft eine große Stütze für mich.
Nicht zu vergessen natürlich auch Teammanager Bernhard Mollnhauer und das
gesamte "Easton Rockets Team". Das Zusammentreffen an den Wettkampfwochenenden
war jedes Mal sehr nett. Es ist so wichtig, dass das Umfeld passt und durch die
gute Stimmung fühlte ich mich auch in diesem Jahr wieder sehr wohl. Meine
family und Freunde fieberten bei den Events mit und unterstützten mich am
Streckenrand. Mein Chef und meine Arbeitskolleginnen hatten auch in dieser Saison
wieder sehr viel Verständnis für mich. Beantragte Urlaubstage wurden
nie abgelehnt. Mein Webmaster Markus Christ aktualisierte meine Homepage stets
in rasanter Geschwindigkeit. Erfreulich für mich war auch, dass meine Internetpräsenz
nach und nach Früchte getragen hat. Im Durchschnitt waren es während
der Wettkampfzeit 1059 Besuche pro Monat!
Ein Dank an all Diejenigen, die
an mich glauben und mich in unterschiedlichster Art und Weise unterstützen!!! Deutsche
Meisterschaft im Marathon (Biebertal: 86km / 2130 Hm): 26.09.2010 Als
letztes Rennen der Saison startete ich auf der Langstrecke bei der Deutschen Meisterschaft.
Bei kalten Temperaturen fiel am Sonntagmorgen der Startschuss. Die Strecke war
mit den knackigen Anstiegen und den Singletrails durchaus meisterschaftswürdig.
Fühlte mich bereits nach der ersten Rennstunde ziemlich schlapp und meine
Akkus liefen nach zwei Stunden nur noch auf Sparflamme. Leider gab es noch Probleme
bei meiner Verpflegung und ich bekam einmal kein Trinken gereicht... Ich biss
jedoch auf die Zähne und beendete das Rennen nach 4h43min auf Rang 9. Dies
war lediglich mein Minimalziel. Ich war nach dem Rennen so entkräftet und
kaputt wie schon lange nicht mehr! Es gewann Sabine Spitz vor Birgit Söllner
und Yvonne Kraft. Nun werde ich in den nächsten Tagen die vergangene Saison
Revue passieren lassen, bevor ich mich in die wohlverdiente Wettkampfpause begeben
werde.
Video zum Finallauf
der Int. Bundesliga in Lennestadt-Saalhausen http://www.youtube.com/watch?v=Cq9AQBoyrTw
(ext. Link - neues Browserfenster)
XC-Rennen
in Lennestadt-Saalhausen (Internationale Bundesliga / C1): 19.09.2010 Der
letzte Lauf der Internationalen Bundesliga 2010 wurde in Lennestadt Saalhausen
ausgetragen. Samstag wäre ich sehr gerne das Sprintrennen gefahren, doch
leider wurde das Rennen für die Frauen abgesagt. So hatte ich also genug
Zeit mich mit der Strecke anzufreunden. Samstag regnete es noch etwas und viele
Passagen waren rutschig. Zum Sonntag hin trocknete es größtenteils
wieder ab. Das Starterfeld war international Top besetzt und ich war gespannt,
wie es mir beim letzten XC-Rennen der Saison so ergehen würde. In der Startphase
fühlten sich meine Beine gar nicht gut an und der erste steile Anstieg war
eine kleine Qual für mich. Fand dann jedoch recht bald einen guten Rhythmus.
Bis zur 4. Runde hatte ich stets Sichtkontakt zur Niederländerin Laura Turpijn.
Zu Beginn der vorletzten Runde bekam ich dann jedoch auf Rang 9 liegend Muskelzuckungen
im hinteren Oberschenkel. Ich wollte keinen Krampf provozieren und begann kleinere
Gänge zu kurbeln. Rang 9 konnte ich trotzdem ins Ziel retten. Das war ein
zufriedenstellender Abschluss im XC für mich. In der Bundesligagesamtwertung
fuhr ich trotz einem Defekt in Heubach auf den 9. Rang! Die Bundesliga gehörte
auch in dem Jahr zu der TOP-XCO Serienveranstaltung in Europa. In Saalhausen gewann
Sabine Spitz vor Elisabeth Osl und Hanna Klein. Nächstes Wochenende werde
ich bei der Deutschen Meisterschaft auf der Langstrecke im Biebertal antreten.
Schwarzwald Bike Marathon /
Furtwangen (60km / 1100Hm): 12.09.2010 Den schönen Bike Marathon
in Furtwangen nutzte ich als letztes Trainingsrennen vor dem Int. Bundesligafinale
am kommenden Wochenende. Zu Beginn liess ich es lockerer angehen und ich fuhr
mit zwei weiteren Frauen in der Spitzengruppe. Beim Anstieg vor der Katharinenhöhe
erhöhte ich mein Tempo etwas und somit konnte ich mich bei Rennmitte von
den Gegnerinnen absetzen. Als ich dann in Furtwangen als Siegerin über die
Ziellinie fuhr war das für mich pures Gänsehautfeeling: Die Stimmung
war toll. Rang zwei und drei ging an Bettina Uhlig und Nelly Erdrich.
Besuch
der EUROBIKE Messe in Friedrichshafen: 03.09.2010 Am Freitag fuhr ich
mit Andy nach Friedrichshafen zur EUROBIKE-Messe. Dort trafen wir uns mit Bernhard
(Teamchef Easton Rockets) und meinem Teamkollegen Andi Weinhold. Die Neuheiten
der kommenden Saison konnten dort erstmals von der Öffentlichkeit begutachtet
werden. Eine große Überraschung für mich war der Messestand von
Fuji-Bikes. Dort hing ein XXL-Poster von mir in Action :-). Nach mehreren Gesprächen
und stundenlangem Umherlaufen machten wir uns dann bald wieder auf den Heimweg.
Diese Messe ist für Radsportfans einfach immer einen Besuch wert.
XC-Rennen
im Münstertal (Tälercup): 05.09.2010 Um weiterhin im Rennrhythmus
zu bleiben, startete ich beim Finale des Tälercups im Obermünstertal.
Die Frauen absolvierten vier Runden. Während des gesamten Rennens hatte ich
ein gutes Gefühl in den Beinen und es gelang mir somit nach einer knappen
Stunde einen klaren Sieg einzufahren. Rang zwei und drei ging an Saskia Hauser
und Agnes Naumann. Die Stimmung am Streckenrand war wie so oft richtig klasse.
Ein großes Dankeschön an all diejenigen, die mich unterstützt
hatten.
XC-Rennen in Muttenz
(Racer Bikes Cup / C1): 22.08.2010 Bei heißen Temperaturen fiel
am Sonntagmittag der Startschuss für die Elite Frauen. Ich freute mich auf
dieses Rennen. Der künstlich angelegte Parcours im Reitstadion ist für
einen XC-Kurs eher untypisch. Das Starterfeld war mit der amtierenden Europameisterin,
Weltmeisterin, Olympiasiegerin und zwei Weltcupgewinnerinnen sehr gut besetzt.
Die Damen sollten 7 Runden + Startloop zurücklegen (42km / 490 Hm). Es war
zwar nur ein langer Anstieg pro Runde, doch der hatte es in sich. In der ersten
Runde stürzte ich wegen einer Unachtsamkeit in einer Waldabfahrt. Fand trotzdem
recht bald meinen eigenen Rhythmus. Von Runde zu Runde ging es mir schlechter.
Hatte Kreislaufprobleme und fuhr einfach nur noch wie in "Trance". Die
Beine waren zwar gut, doch die Hitze machte mir sehr zu schaffen. Mein persönliches
Ziel in die Top Ten zu fahren hatte ich um 36 Sekunden verpasst. Mit Rang 12 konnte
ich jedoch noch ein paar Weltranglistenpunkte sammeln. Vielen Dank an meine Freunde,
Familie und Arbeitskollegen die so zahlreich in Muttenz erschienen sind. Bei so
einer Rennatmosphäre lassen sich die Strapazen schnell wieder vergessen ;-).
Im Zielsprint gewann Katrin Leumann vor Marielle Saner-Guinchard und Esther Süss.
Argovia
Geax Fischer Cup (Titterten / BL): 15.08.2010 Sehr spontan entschied
ich mich am Samstag eine Wettkampfbelastung ins Training einzubauen und so startete
ich nach Rücksprache mit meinem Trainer am darauffolgenden Tag beim Argovia
Cup in Titterten. Eine Woche vor dem Racer Bikes Cup in Muttenz kann so eine kurze
Wettkampfbelastung ja nicht schaden. Am Nachmittag fiel dann der Startschuss für
die 14km / 550Hm. Die Frauen starteten zusammen mit den Fun-Herren. Die Strecke
setzte sich aus drei verschiedenen Loops zusammen und war mit Singletrails, Kieswegen
und Wiesenabschnitten durchmischt. Nach dem Start brauchte ich eine kurze Zeit,
bis ich so richtig in Tritt kam (das Training vom Vortag steckte mir noch in den
Knochen). In der Rennmitte übernahm ich dann die Führung und gab diese
auch bis ins Ziel nicht mehr her. Somit durfte ich einen Sieg mit nach Hause nehmen.
Zweite wurde die Schweizer Meisterin (U23) Michelle Hediger und Rang drei belegte
Fabienne Andres.
Neuer Formaufbau
für die letzten Rennen der Saison Nachdem ich nach dem Weltcup
in der Schweiz eine fünftägige Trainingspause einlegte, nahm ich diese
Woche das Training wieder auf. Den Monat August werde ich hauptsächlich zum
Formaufbau für die letzten Wettkämpfe der Saison nutzen. Der Racer Bikes
Cup in Muttenz am 22.08. wird mein nächster Wettkampf sein. Eine weitere
wichtige Veranstaltung ist dann die Internationale Bundesliga Ende September.
Dort möchte ich nochmals einen starken Sprint und ein gutes XC-Rennen fahren
können.
XC-Weltcup in Champèry
(Schweiz): 25.07.2010 Nach den Regenfällen in den Vortagen war
die Strecke in Champèry in den Waldpassagen noch recht nass und die Wurzelpassagen
mussten größtenteils zu Fuß bewältigt werden. Ich startete
mit der Nr. 96 von 120 Fahrerinnen. Leider wurde es in der "Startloop"
recht schnell ziemlich eng und ich hatte meine Mühe an diversen Stellen an
anderen Fahrerinnen vorbeizufahren. Immer wieder gab es diverse Crashs auf dem
4,3km langen Kurs. Mein "Kopf" spielte an diesem Tag leider überhaupt
nicht mit. Absteigen, Rennen, Aufsteigen wechselten sich stets ab. In der dritten
Runde knickte ich mir in einer Laufpassage den Fuß um. Das Auftreten schmerzte
und ich beendete das Rennen aufgrund dessen dann vorzeitig. Mein Biss und Kampfgeist
war an diesem Tag wie weggeblasen. Es ging überhaupt nix. Habe nun beschlossen
am kommenden Samstag auf den Weltcup in Val di Sole zu verzichten. Werde nun ein
paar Tage einfach mal meine Seele baumeln lassen! In Champèry gewann
Nathalie Schneitter (SUI) vor Eva Lechner (ITA) und Willow Koerber (USA).
XC-Rennen
in Bad Salzdetfurth / Niedersachsen (Deutsche Meisterschaft): 17.07.2010 In
Bad Salzdetfurth fiel am Samstagnachmittag der Startschuss zur Deutschen Meisterschaft
für die Elite Frauen. Für mich war es das erste Mal, dass ich das XC-Rennen
in Bad Salzdetfurth bestritt. Unmittelbar nach dem Startschuss schoss mir im ersten
langen Anstieg sofort das Laktat in die Beine. Während des gesamten Rennverlaufs
hatte ich am Berg leider nicht den gewohnten Druck. In der Abfahrt konnte ich
dann immer wieder ein paar Sekunden herausholen, doch dieses Rennen wurde am Berg
und nicht in der Abfahrt entschieden. In der letzten Runde gelang es mir dann
schließlich mit der fünftschnellsten Rundenzeit auf den sechsten Rang
zu fahren. Zwar war dies bei meiner dritten DM im Cross-Country die bisher beste
Platzierung (2x belegte ich den 7. Rang), doch die Enttäuschung war trotzdem
da. Schade, dass ich meine volle Leistungsfähigkeit an dem Tag nicht abrufen
konnte! Bin somit auch knapp an der Vornominierung zur WM in Kanada vorbeigeschrammt
(die ersten fünf wurden vornominiert). Dieses Wochenende starte ich nun beim
Weltcup in Champèry.
XC-Rennen
in Freiburg (Tälercup): 11.07.2010 Wie jedes Jahr veranstaltete
mein Verein "RIG-Freiburg" den Tälercup und Schwarzwälder
Kids-Cup im St. Otilienwald in Freiburg. Für mich war es nach einigen Krafteinheiten
nochmals wichtig, vor der Deutschen Meisterschaft eine intensive Wettkampfbelastung
zu fahren. Als der Startschuss fiel fuhr ich rasch auf die 2. Position. Doch schon
kurze Zeit später waren meine Beine schwer wie Blei und es ging einfach nix
mehr... Das Rennen wurde für mich zur Quälerei. Immer wieder bat ich
Zuschauer mir Wasser über Kopf und Nacken zu leeren. Hatte sehr mit der Hitze
zu kämpfen. In der vorletzten Runde ging es dann nur noch darum irgendwie
ins Ziel zu fahren. Letzten Endes Rang 4. Es gewann Elisabeth Brandau vor Silke
Schmidt und Adelheid Morath. Werde diese Woche nun sehr locker angehen und ich
bin gespannt, ob es mir gelingen wird, am kommenden Samstag in Niedersachsen eine
gute DM zu fahren!
XC-Rennen
in Bern (Swiss Bike Trophy, HC): 27.06.2010 Bei heißen Temperaturen
fiel am Sonntag der Start zur Swiss Bike Trophy in Bern (Gurten). Das Starterfeld
war wie sooft mit zahlreichen Weltklasse Fahrerinnen aus 9 Nationen besetzt. Für
mich war es wichtig, bei diesem Rennen wieder wichtige Weltranglistenpunkte zu
sammeln. Die Frauen mussten auf diesem sehr kräftezehrenden Kurs 6 Runden
zurücklegen. Dies bedeuteten insgesamt 26,8km/1500 Hm. Die Strecke war mit
einigen sehr steilen Teilstücken gespickt und ich hatte meine liebe Mühe
damit. Mit den Downhills kam ich gut zurecht, doch in den Anstiegen fehlten mir
heute etwas die "Körner". Letzten Endes sprang der 11. Rang für
mich heraus und somit eine ordentliche Anzahl Weltranglistenpunkte, die ich für
die kommenden Weltcups (und auch fürs nächste Jahr) sehr gut gebrauchen
kann. Nun freue ich mich nach 7 Rennen in Folge auf ein rennfreies Wochenende.
Mein "Kopf" und auch meine Beine sind nun recht müde. In drei
Wochen findet mein Saisonhöhepunkt (Deutsche Meisterschaft im XC) statt und
ich denke, dass mir die Rennhärte -die ich in den letzten Wochenenden sammeln
konnte- zu Gute kommen wird. Auf dem Gurten gewann Irina Kalentieva (RUS) vor
Sabine Spitz (GER) und Katrin Leumann (SUI).
Bike-Fahrtechnikkurse
von Frauen für Frauen Wie bereits im letzten Jahr bot der Veloplus
Laden in Basel unter dem Motto "Frauen lernen von Frauen" Bike-Fahrtechnikkurse
an. Irene Brodmann (ausgebildete Swiss-Bikeschool Lehrerin) und ich unterrichteten
in den letzten drei Wochen diese Kurse (2 Abende pro Woche / je 3h). Am ersten
Abend wurde u.a. das Gleichgewicht geschult und das Überfahren diverser Hindernisse
geübt. Die zwei darauffolgenden Abende fanden im Gelände statt. Mir
hatte es viel Freude bereitet, mein Wissen an andere Frauen weiterzugeben und
zu sehen, wie diese nach und nach ihre Angst ablegen konnten. Den letzten Abend
liessen wir dann mit einer gemütlichen Bike-Tour und anschliessendem Abendessen
ausklingen. Jetzt hoffen wir natürlich, dass die Ladys weiterhin fleissig
üben, damit die Sicherheit und das Selbstvertrauen Stück für Stück
wachsen werden.
Black Forest
Ultra Bike Marathon / Kirchzarten (77km / 2000 Hm): 20.06.2010 Wie jedes
Jahr startete ich auch in dieser Saison beim grössten Mountainbikemarathon
in Mitteleuropa. Vor einigen Jahren fuhr ich bei dieser Veranstaltung meinen ersten
Elite-Sieg ein und seither gehört dieses "Top organisierte Event"
für mich als Freiburgerin einfach in meine Saisonplanung rein. Dieses Jahr
nutzte ich den Marathon erstmals als intensive Trainingseinheit. Ein Podestplatz
war für mich persönlich jedoch trotzdem Pflicht. Als der Startschuss
fiel war es mit 6°C noch recht frisch am Morgen. Den ersten langen Anstieg
wollte ich eigentlich locker angehen, doch als die Dänin Kristine Norgaard
gleich von Beginn an das Tempo hochhielt, ging ich erstmals mit. Wollte sie nicht
einfach so kampflos davonfahren lassen. Nach 1,5h liess ich in Hinterzarten dann
doch abreissen. Schliesslich wusste ich nicht, wie es mir ergangen wäre,
wenn ich das Tempo weiterhin so gefahren wäre... Kirchzarten war dieses Jahr
meine erste Rennbelastung auf einer längeren Distanz. Den grössten Teil
des restlichen Rennens fuhr ich dann an meiner anaeroben Schwelle. In Oberried
zog ich am letzten langen Anstieg dann nochmals etwas an. Meine Beine waren an
dem Tag gar nicht spritzig und ich litt gegen Ende des Rennens immer mal wieder
an Muskelzuckungen im linken Oberschenkel. Unter diesen Umständen war ich
sehr zufrieden mit dem 2. Platz auf der Marathondistanz. Die Dänin Norgaard
fuhr ihren Sieg sicher ins Ziel. Bettina Uhlig belegte Rang drei. Mein Vater
war in Kirchzarten ebenfalls am Start. Für ihn war es der erste Start bei
einem Bike-Marathon. Er hatte auf der Short-Track Distanz (42km / 900 Hm) viel
Spass und fuhr auf den tollen fünften Rang in seiner Altersklasse. Für
mich gilt nun, mich diese Woche gut zu erholen, damit ich am Sonntag beim international
sehr stark besetzten XC-Rennen in Bern (Gurten) erneut ein paar Weltranglistenpunkte
einfahren kann.
Video der
Easton Rockets beim Int. Bundesligarennen in Albstadt http://www.youtube.com/watch?v=Lb8e5buAy1o&feature=channel
XC-Rennen
in Albstadt (Internationale Bundesliga / HC): 13.06.2010 Auf
das Rennen in Albstadt freute ich mich seit Tagen besonders. Die Strecke liegt
mir und das Publikum im "Bullentälle" (ein sehr steiler Anstieg
mit gegenüberliegender Abfahrt) ist jedes Mal der absolute Hammer. Der Regen
und die aufgeweichte Strecke konnten meine Vorfreude nicht bremsen. Zahlreiche
internationale Top Fahrerinnen aus 9 Nationen gingen an den Start.
Der Start verlief für mich leider gar nicht gut. Vor mir stürzte eine
Fahrerin und ich musste somit als Vorletzte ein Loch von ca. 30 Metern zum Feld
zufahren. Mit der sechstschnellsten Rundenzeit in der zweiten Runde konnte ich
mich bereits in den Top 10 einreihen. Mit Druck am Berg und meiner Technik in
den Abfahrten konnte ich mich Stück für Stück nach vorne arbeiten.
Als ich dann auf die später Siebtplatzierte Alexandra Engen aufschliessen
konnte, pushten wir uns gegenseitig und es machte einfach Spass so zu fahren.
Leider bekam ich mehr und mehr Probleme mit meiner Schaltung und die nassen Handschuhe
erschwerten mir das Schalten mit den Drehgriffen sehr. Als ich dann die achte
Position erkämpft hatte, entschied ich mich an der Tech-Zone zu halten, meine
Handschuhe zu wechseln und das Schaltwerk kurz säubern zu lassen. Dies kostete
mich wertvolle Zeit. Die Slowenin Blaza Klemencic kam von hinten und überholte
mich noch unmittelbar vor der langen Abfahrt. Ich wollte keinerlei Risiko mehr
eingehen und fuhr somit meinen 9. Rang als Viertbeste Deutsche sicher ins Ziel.
Auf Rang acht fehlten mir lediglich neun Sekunden. Dieses Rennen war ein grosses
und wichtiges Erfolgserlebnis für mich! Es lief zwar nicht Alles PERFEKT,
aber dieser Tag stimmt mich positiv für meine nächsten "wichtigen"
Rennen! Möchte mich an der Stelle bei meinem Trainer Toni Uecker bedanken.
Er nimmt sich für meine Trainingsplanung und die persönlichen Gespräche
immer sehr viel Zeit. Es tut gut Leute an meiner Seite zu haben, die an mich glauben
und mich bestmöglich unterstützen wollen. Vielen Dank an all Diejenigen! In
Albstadt gewann Sabine Spitz vor Elisabeth Osl und Annika Langvad.
XC-Rennen
in Champèry (Racer Bikes Cup, C1): 06.06.2010 Nach
Rücksprache mit meinem Trainer Toni Uecker nutzte ich am letzten Wochenende
den Racer Bikes Cup in Champèry zu Trainingszwecken. Nicht alle Körner
verbrauchen und mich mit dem Weltcup-Kurs vertraut machen war das Ziel (Mitte
Juli wird auf der gleichen Strecke der Weltcup ausgetragen). In meinen Augen gehört
diese Strecke zu den technisch anspruchsvollsten Strecken im Weltcup. Jede Menge
Wurzeln und Steine, steile Abfahrten sowie jede Menge Richtungsänderungen
forderten volle Konzentration. Fand nach dem Start recht bald einen guten Rhythmus
und reihte mich in den Rängen 8 - 10 ein. In der letzten Runde verschenkte
ich dann leider wegen eines Fahrfehlers an der Schlüsselstelle einen Platz
und landete letzten Endes auf dem 10. Schlussrang. Konnte somit noch ein paar
Weltranglistenpunkte einfahren. Es gewann die Schweizerin Marielle Saner vor der
Norwegerin Lene Byberg und der Deutschen Sabine Spitz. Nächstes Wochenende
werde ich beim international sehr stark besetzten Bundesligarennen in Albstadt
an den Start gehen. Anbei
ein kurzes Video zur Weltcupstrecke in Champèry (Youtube)
Video
von der Schlammschlacht bei der Baden-Württembergischen Meisterschaft http://www.youtube.com/watch?v=sMTB0yLHGfQ
Video
der Weltcupstrecke in Offenburg aus Fahrersicht Anbei ein Link zu einem
Video, das Euch einen kleinen Einblick in die Weltcupstrecke von Offenburg geben
wird. Viel Spass : http://www.youtube.com/watch?v=WyKowgfffZM
Wochenende
mit Fahrradbiometrie und Ba-Wü Meisterschaft: 28.05. - 30.05.2010 Freitagnachmittag
fuhr ich zu Jens Machajeck nach Bad Soden im Taunus zur Fahrradbiometrie. Jens
ist ein gelernter Orthopädietechniker und Bewegungsanalytiker, der neben
zahlreichen Triathleten und Athleten einiger Radnationalmannschaften auch das
Team Easton-Rockets betreut. Durch die Fahrradbiometrie können die Ursachen
radsportspezifischer Beschwerden gefunden und beseitigt werden und zudem kann
die Leistung verbessert werden. Aufgrund meines Beckenschiefstandes wird Jens
eine Einlage in meinen Radschuh einbauen. Mein Sattel wurde 7mm tiefer gesetzt
als ich bisher gefahren bin und ein Stück nach vorn geschoben. Die Cleats
der Radschuhe wurden so angepasst, dass ich eine optimale Kraftübertragung
aufs Pedal bringen kann. Jetzt sollte ich die nächsten Wochen noch etwas
Geduld haben, bis sich meine Muskulatur an die neuen Einstellungen gewöhnt
hat. In wenigen Wochen werde ich erneut bei Jens vorbeischauen, damit wir das
Ganze nochmals checken können! Samstag unternahm ich dann eine richtig
tolle Bike-Tour mit Freunden im Spessart und am Sonntag ging es dann zur Baden-Württembergischen
Meisterschaft in St. Märgen. Wollte als Titelverteidigerin auf jeden Fall
an den Start gehen (auch wenn ich das Rennen aus dem Training heraus fuhr). Es
regnete kurz vor dem Rennen und die Nacht zuvor in Strömen. Die Strecke war
die totale Pampe, machte aber irrsinnig viel Spass darauf zu fahren: Steuerkünste
waren gefragt und man durfte sich in diversen Abschnitten keinen Fehler erlauben.
In den ersten beiden Runden fuhr ich mit der Favoritin Hanna Klein zusammen. Hatte
mir vorgenommen, Tempo zu machen und zu schauen wie lange ich dran bleiben kann.
In der dritten Runde versteuerte ich mich leider in einer Matschpassage und schürfte
mir mein linkes Knie auf. Hanna fuhr dann eine Attacke und ich verlor dann endgültig
den Anschluss. Drehte dann die letzten 1,5 Runden allein (Nach hinten hatte ich
Luft). Aufgrund der schwierigen Verhältnisse hatte ich ab Rennmitte immer
wieder Kettenklemmer, die mir das Schalten erheblich erschwerten. Mit dem Baden-Württembergischen
Vizemeistertitel war ich sehr zufrieden. Rang drei ging an Nina Kunz. Vielen Dank
an diejenigen, die mich am Streckenrand mit Ihren Zurufen unterstützt hatten
;-)
XC-Weltcup in Offenburg
(Deutschland): 23.05.2010 Wie bereits in Houffalize startete ich beim
Heimweltcup in Offenburg mit der Startnummer 94 (125 Fahrerinnen waren gemeldet).
Eine Startloop und 5 Runden sollten auf dem 5,1km langen Rundkurs bewältigt
werden. Am Donnerstagabend absolvierte ich erstmals ein Training auf der anspruchsvollen
und sehr spektakulären Strecke. Trotz des aufgeweichten schlammigen Untergrunds
kam ich sehr gut zurecht. Am Renntag hatten wir Fahrer super Bedingungen und die
Strecke war komplett abgetrocknet. 15 000 Zuschauer sorgten für gute Stimmung
am Streckenrand. Mir gelang ein richtig guter Start und ich fand recht bald einen
guten Rhythmus. Fuhr die ersten 3,5 Runden mit drei weiteren deutschen Fahrerinnen
zwischen Platz 47 und 50. In den letzten 1,5 Runden passierten mir leider zwei
kleine Fehler und ich verlor den Anschluss. Die Kraft liess gegen Ende zwar wieder
etwas nach, doch ich empfand dies weniger gravierend als auch schon. Rang 55 war
für mich mit meiner Startposition in diesem Weltklasse-Teilnehmerfeld ein
zufriedenstellendes Resultat, auf dem ich aufbauen kann. Konnte somit ein paar
Weltranglistenpunkte einfahren und für die kommenden Rennen eine Portion
Selbstvertrauen tanken. Es gewann die Kanadierin Catharine Pendrel vor der Amerikanerin
Georgia Gould und der Schweizerin Esther Süss.
XC-Rennen
in Heubach (Internationale Bundesliga / HC): 17.05.2010 Eine Woche vor
dem heimischen Weltcup in Offenburg startete ich beim zweiten Lauf der Internationalen
Bundesliga in Heubach. Das Damenfeld war mit 16 Nationen vertreten. Meine Beine
waren bereits zu Beginn völlig kraftlos (Hatte diese Woche ein paar Krafteinheiten
absolviert und mich davon wohl noch nicht ausreichend erholt). In der vorletzten
Runde beendete ich das Rennen nach dreimaligem Anhalten in der Tech-Zone dann
endgültig. Aufgrund eines Sturzes war die Bremshalterung gebrochen und an
ein Weiterfahren war somit nicht mehr zu denken. Jetzt heißt es: Nach vorne
schauen und mich gut erholen, bevor am Sonntag der Startschuss beim Weltcup in
Offenburg fällt!
Neue
Teamhomepage ist online Die neue Teamhomepage der "Easton Rockets"
ist online. Aktuelles über das Team findet man nun unter www.team-rockets.de
XC-Weltcup
in Houffalize (Belgien): 02.05.2010 Mit der Startnummer 94 von 125 Gemeldeten
startete ich am Sonntag bei meinem ersten Weltcup der Saison. In der Vornacht
regnete es heftig und auch am Renntag nieselte es immer wieder. Die Strecke war
somit sehr glitschig und die Abfahrten wurden zur Rutschpartie. Der lange immer
steiler werdende Asphaltanstieg zu Beginn des Rennens kam mir entgegen: Es gelang
mir ein guter Start und ich konnte mich somit recht weit nach vorne arbeiten.
Im ersten Singletrail stand ich dann trotzdem im Stau.... In der zweiten Runde
stürzte ich so schwer, dass es mir den Lenker total verdreht hatte und ich
meine Hinterrad-Bremse nicht mehr betätigen konnte. Das Bremsproblem stellte
ich allerdings erst fest, als ich die Tech-Zone wieder verlassen hatte. Fuhr also
so gut es irgendwie ging weiter und ließ mir die Bremse an der nächsten
Tech-Zone richten. Danach war ich in den Abfahrten total verkrampft und blockiert.
In der letzten Runde gelang es mir zwar noch, einige Fahrerinnen zu überholen
und einen Zielsprint zu gewinnen, doch Platz 67 war nicht das was ich mir vorgenommen
hatte. Es gewann die Italienerin Eva Lechner vor der Amerikanerin Willow Koerber
und der Österreicherin Elisabeth Osl.
Verzicht
auf den Weltcupstart in Großbritannien: 25.04.2010 Diese Woche
plagte mich eine Erkältung, die ich mir wohl nach dem Rennen in Münsingen
eingefangen hatte. Fühlte mich Anfang der Woche nicht besonders gut und somit
entschied ich mich, die lange Reise mit Auto und Fähre nach Dalby Forest
(Großbritannien) nicht auf mich zu nehmen. Wäre sehr gerne dort gestartet,
aber unter diesen Voraussetzungen hätte das wenig Sinn gemacht. Am Freitag
werde ich bereits wieder meine Koffer packen. Dann heißt es: "Auf zum
Weltcup nach Houffalize (Belgien)".
XC-Rennen
in Münsingen (Internationale Bundesliga / C1): 17./18.04.2010 In
Münsingen startete letztes Wochenende das erste Rennen der internationalen
Bundesligaserie. Am Samstag nutzte ich das "Sprintrennen" zur Vorbelastung.
Im Einzellauf fuhr ich die Zweitschnellste Zeit und das Halbfinale konnte ich
gewinnen. Somit landete ich im Finale: In diesem Lauf musste ich mich lediglich
der Schwedischen Meisterin Alexandra Engen geschlagen geben. Rang drei belegte
die Dänische Meisterin Annika Langvad. Das war ein tolles und zufriedenstellendes
Ergebnis für mich. Am darauffolgenden Tag fand das XC-Rennen statt. Auch
dies war international sehr gut besetzt. Beim Start erlaubte ich mir einen "Patzer",
der mir das Glück bescherte, dass ich als viertletzte am Starthang oben ankam.
Startete dann eine Aufholjagd und konnte in der zweiten Runde mit der siebtbesten
Rundenzeit auf den achten Rang vorfahren. Doch im letzten Renndrittel verließen
mich meine Kräfte und ich bin ziemlich eingegangen. Rutschte dann letzten
Endes auf den 11. Rang zurück, was trotzdem noch zufriedenstellend für
mich war. Darauf kann ich aufbauen! Aufgrund der guten Leistung hab' ich nun
die Möglichkeit mit meinem Teamchef und einem Teamkollegen zum Weltcup nach
Großbritannien zu reisen :-)
XC-Rennen
in Lugano / Tesserete (Racer Bikes Cup, C2): 11.04.2010 Eine technisch
tolle Strecke mit anspruchsvollen Anstiegen wurde beim Racer Bikes Cup in Tesserete
umfahren. Die Runde betrug 6km/200Hm und sollte 5x absolviert werden. Meine Beine
waren müde und ich kam nicht so richtig in Tritt. Nach der zweiten Runde
verlor ich immer mehr Positionen. Letzten Endes musste ich mich an dem Tag mit
dem 19. Platz zufrieden geben. Diese Woche liess ich das Training sehr ruhig angehen,
sodass ich beim Internationalen Bundesliga-Auftakt in Münsingen erholt an
den Start gehen kann.
Erfolgreicher
Charity-Einsatz in Rheinfelden: 08.04.2010 Mein Trainer Toni Uecker
hatte die Idee, für ein Sozialprojekt des Kinder und Jugendamts Rheinfelden
einen Charity-Einsatz zu organisieren. Jugendlichen aus schwierigem Umfeld soll
mit Hilfe von Sport (speziell dem Mountainbikesport) Unterstützung im Blick
auf ihre Persönlichkeitsentwicklung gegeben werden. Bei der DM-Markt Eröffnung
in Rheinfelden trainierte ich gemeinsam mit anderen Radsportlern auf Trainingsrollen.
Pro Minute gab es 1 Euro vom DM-Markt. Das Engagement der Passanten war enorm
und diese stiegen ebenfalls für einige Minuten auf die Rolle um ein paar
Euro in die Kasse des Sozialprojekts zu pedalieren. Es konnten insgesamt 2600
Euro eingefahren werden. Mit dem eingefahrenen Geld sollen Mountainbikes gekauft
werden, um sogenannten orientierungslosen Kindern und Jugendlichen den Sport zu
ermöglichen. Der Event war ein voller Erfolg!
XC-Rennen
in Buchs (Racer Bikes Cup, C1): 28.03.2010 Am vergangenen Wochenende
begann mit dem Racer Bikes Cup die neue Rennsaison. Von Beginn an fühlte
ich mich nicht besonders gut. Quälte mich trotzdem bis in die vierte von
fünf Runden, doch eine "Gesichtsbremsung" -aufgrund eines Schuhproblems-
sorgte dafür, dass ich das Rennen vorzeitig beendet hatte (Vielen Dank an
die zwei Helfer am Streckenrand, die sofort zur Hilfe eilten). Ich hoffe, dass
ich mich bei den nächsten Renneinsätzen wieder voll belasten und meine
Leistung abrufen kann!
Wettkampfspezifische
Trainingsvorbereitung in der Toskana: 27.Februar - 7.März 2010 Die
letzten Tage verbrachte ich mit Andy in der wunderschönen Toskana. Dort hatte
ich die Möglichkeit beim Maremma-Cup in Massa Marittima meine ersten zwei
Rennen in der noch frühen Saison zu bestreiten und mich mit dem neuen Bike
vertraut zu machen. In erster Linie ging es darum, herauszufinden, wo mein momentanes
Leistungsniveau -im Vergleich zu internationalen Top-Fahrerinnen- liegt. Wo hab'
ich noch Defizite und was sind meine Stärken. Die Strecke in Massa Marittima
war technisch und konditionell anspruchsvoll. Für mich als Fahrerin sehr
attraktiv und ein Riesen-Spass (für Zuschauer jedoch eher langweilig, die
spektakulären Stellen im Wald waren sehr schlecht zugänglich). Beim
ersten Rennen am 28. Februar sollten fünf Runden absolviert werden. Ich erwischte
keinen guten Start. Die Spitzengruppe war weg und ich drehte meine Runden größtenteils
allein. Konnte mich nicht so richtig orientieren, wo sich meine Gegnerinnen befanden
und fiel dann mit der Zeit in einen gemütlicheren Rhythmus. In der dritten
Runde brach mir dann aufgrund eines Fahrfehlers bei einer Bachdurchfahrt das Sattelgestänge:
Ich saß zwar somit ziemlich schräg und zwei Zentimeter tiefer auf dem
Sattel, aber bis ins Ziel wollte ich auf alle Fälle noch fahren. In der letzten
Runde litt ich an Oberschenkelkrämpfen und die letzten Kilometer waren dann
eine Quälerei. Der 6. Platz war letzten Endes zwar eine gute Platzierung
für mich, doch mit meinem Rennen war ich nicht wirklich zufrieden. Für
die erste Wettkampfbelastung war es OK. Harte, kurze Trainings hatte ich bis jetzt
ja noch nicht absolviert. Die kommenden Tage verbrachte ich damit, mich mit dem
neuen Rad vertraut zu machen, bevor dann eine Woche später der zweite Startschuss
auf der Strecke in Massa fiel. Das Teilnehmerfeld war noch hochkarätiger
wie die Woche zuvor. Mehrere Staatsmeisterinnen und Olympiateilnehmerinnen schmückten
das Starterfeld. Das Rennen wurde im Vergleich zur Vorwoche auf vier Runden verkürzt.
Der Start gelang mir diesmal etwas besser und ich hatte richtig viel Druck auf
dem Pedal. Von Runde zu Runde kam ich mehr und mehr in Schwung. In der zweiten
Runde bekam ich immer wieder Schaltprobleme. Das Problem lag allerdings nicht
an der Schaltung sondern an der Kurbel, die sich in der dritten Runde komplett
gelöst hatte. Vielleicht hatte ich einfach zu viel Kraft ;-). War für
mich allerdings schon frustrierend. Hätte mit großer Wahrscheinlichkeit
ein Top Ten Resultat einfahren können und so ein blöder Defekt hinderte
mich daran. Mein Selbstvertrauen ist auf jeden Fall gestärkt und ich freu
mich auf die bevorstehende Wettkampfsaison! Beide Rennen des Maremma Cups gewann
die Italienerin Eva Lechner.
Trainingslager
Mallorca: 22. Januar - 07. Februar 2010 Während zu Hause der Winter
ausbrach, genoss ich mit Andy die guten Trainingsbedingungen und angenehmen Temperaturen
auf Mallorca. Unsere Unterkunft wählten wir diesmal nicht in Santa Ponça,
sondern in L Arenal. Als Ausgangspunkt für die Touren war dies optimal (wellige,
bergige oder flache Trainingseinheiten konnten in unmittelbarer Nähe absolviert
werden). Die ersten Tage hiess es für uns während der Touren zwar immer
mal wieder "Karte rauskramen" und "Lage" checken, doch mit
der Zeit fanden wir uns dann auch ohne Karte ganz gut zurecht. Fand es auch ganz
schön in den zwei Wochen zu beobachten, wie die ersten Mandelblüten
anfingen zu blühen. Tolle Touren, gute Stimmung und ideale Wetterbedingungen
sorgten dafür, dass mir diese Zeit noch lange in guter Erinnerung bleiben
wird. Werde sicherlich lange davon zehren und mich gerne zurückerinnern,
wenn die nächsten Trainings bei Schnee und Kälte anstehen. Am Abreisetag
fuhren wir noch locker nach Palma: Dort begann die erste Etappe der "Mallorca-Rundfahrt"
mit einem Kriterium. War schon interessant zu sehen, wie es denn während
eines Rennens bei den Profi-Teams im Strassenradsport abläuft. In zwei
Wochen darf ich bereits wieder meine Koffer packen. Werde den "Maremma Cup"
in der Toskana als einwöchige intensive Trainingsbelastung nutzen. Zwei XC-Rennen
und vier Sprintrennen werden dort organisiert. Bin gespannt, wie ich mich bei
meinen ersten Rennbelastungen der neuen Saison fühlen werde!
Verzicht
auf den Start bei der Deutschen Meisterschaft im Querfeldein Nachdem
ich mir drei Tage nach der starken Erkältung erneut einen Virus eingefangen
hatte (meine Stimme war weg und ich hatte starke Halsschmerzen), hab' ich den
Entschluss gefasst, an der Querfeldein DM nicht an den Start zu gehen. Seit gestern
fühl ich mich zwar wieder gut, doch das Risiko eines Rückschlags - bei
den eisigen Temperaturen und der hohen Belastung für meine Lungen - ist mir
einfach zu hoch. Es steht für mich zu viel auf dem Spiel. Übernächste
Woche flieg ich nach Mallorca und die Zeit dort möcht' ich für gute
Trainings nutzen können!
"Fuji-Bikes
Europe Team" wird zu "Easton Rockets" Nach vielen Gesprächen
und ausgedehnten, aber sehr orientierten Akquisen ist es unserem Teamchef Bernhard
Mollnhauer und seiner Agentur "Unikate-Berlin" gelungen, neue Partner
für ein zukünftiges MTB-Team zu begeistern! In der Saison 2010 hat
Bernhard auf die Athleten von 2009 gesetzt und mit dem U23-Fahrer Marcel Braun
einen Neuzugang ins Team geholt. Neben der internationalen Bundesliga wird das
Team den Fokus auf diverse Weltcups (Grossbritanien, Belgien, Deutschland, Italien,
Schweiz) und die nationalen Meisterschaften setzen. Die Marathon-Weltmeisterschaft
in Deutschland soll ebenfalls ins Auge gefasst werden. Ich freu mich bereits
jetzt schon wieder auf die Zeit, die ich mit dem Team in der Wettkampfsaison erleben
darf. Die neue Homepage der "Easton Rockets" wird im März online
gehen.
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