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Training der etwas anderen Art: 31.12.2010
Seit einer knappen Woche verbringe ich mit Andy wunderschöne Tage im Oberengadin (Samedan)und nutze die Trainingszeit zum Langlaufen, snowboarden und joggen. Mit dem Bike drehten wir bereits auch schon eine Runde. Die Blicke der Leute amüsierte uns... In einem hochalpinen Skigebiet sieht man in den Wintermonaten wohl nicht viele Radler. Das Wetter war in den letzten Tagen traumhaft und mild. Zu Beginn hatte ich etwas Mühe mich an die Höhenluft zu gewöhnen, doch mittlerweile hab ich die Umstellung gut wegstecken können. Werde noch eine weitere Woche zum Training in der Höhe nutzen. Doch jetzt genieße ich zuerst meinen Ruhetag.
Wünsch Euch und Euren Familien einen guten Rutsch ins neue Jahr!



Schöne Festtage und einen guten Rutsch ins neue Jahr
Wünsch Euch und Euren Familien eine schöne Weihnachtszeit und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Lasst es Euch in den nächsten Tagen besonders gut gehen und vergesst vielleicht mal den Blick auf die Waage (das wird eh alles früher oder später wieder abtrainiert ;-))
Ende der Woche heißt es für mich: Langlauf und Snowboardsachen packen und dann ab in den Schnee. Freu mich riesig drauf!


Vertrag für 2011 unterschrieben: 22.12.2010
Es war zwar schon einige Zeit klar, dass ich auch in der kommenden Saison für die "Easton Rockets" an den Start gehen werde, doch den endgültigen Vertrag hatte ich erst in den letzten Tagen unterschrieben. Neben ein paar Abgängen von diversen Teammitgliedern hat Teamchef Bernhard Mollnhauer drei Neuverpflichtungen ins Team geholt. Die dänische Meisterin Annika Langvad, der Schweizer Lukas Kaufmann und der Deutsche Christopher Maletz werden zukünftig die Teamfarben der "Easton Rockets" vertreten. Ich freu mich bereits jetzt schon auf die gemeinsame Zeit, die wir an den Rennwochenenden miteinander verbringen werden!

Trailer der Easton Rockets 2011
http://www.youtube.com/watch?v=5fXPrk-651g



Baden-Württembergische Meisterschaft im Radcross in Offenburg-Fessenbach: 04.12.2010
Dieses Wochenende nutzte ich die BaWü-Meisterschaft in OG zu Trainingszwecken. Bei Temperaturen knapp über null und strahlendem Sonnenschein fiel der Startschuss. Die Frauen starteten zusammen mit den Junioren. Der Kurs war konditionell anspruchsvolI und eine ziemliche Bolzerstrecke. Wenn ich so zurückblicke, dann war es ein zufriedenstellender Rennverlauf für mich. Fand recht schnell meinen Rhythmus und hatte mir in der 3. von 6 Runden die zweite Position erkämpft. In der letzten Runde verließen mich die Kräfte und ich rutschte somit mit vier Sekunden Rückstand auf den 3. Rang zurück. Es gewann die mehrfache Weltmeisterin und Radcross-Spezialistin Hanka Kupfernagel vor Hanna Klein.



Int. Radquer in Frauenfeld: 28.11.2010
Beim Int. Radquer in Frauenfeld (CH) bestritt ich mein 2. Crossrennen der Saison. Nach dem Start hatte ich ein gutes Gefühl und Druck auf den Flachpassagen. Setzte mich an dritter Position fest und hatte zur Zweitplatzierten einen Rückstand von etwa 10-15 Sekunden. Im letzten Renndrittel liessen meine Kräfte nach und ich versteuerte mich in der letzten Runde in einer Kurve. Ein Sturz war die Folge und mein Lenker verhakte sich total blöd in einem Zaun. Somit ging wertvolle Zeit verloren bis ich die Verfolgung wieder aufnehmen konnte. Nach dem Missgeschick lag ich auf dem vierten Rang und konnte den Rückstand bis ins Ziel nicht mehr aufholen. Rang vier mit 14 Sekunden Rückstand war die Holzmedaille, doch ich war trotzdem zufrieden mit meinem Rennen. Vor vier Wochen hatte ich das Training wieder aufgenommen und es ist schön zu sehen, dass ich mich im Vergleich zu Frenkendorf deutlich steigern konnte. Was ich mir beim nächsten Schlammrennen zu Herzen nehmen sollte wäre der einmalige Radwechsel pro Runde... In Frauenfeld gewann Lise Müller.
Nächstes Wochenende starte ich bei der Baden-Württembergischen Meisterschaft in Offenburg-Fessenbach. Dies wird in dieser Saison mein letztes Quer-Rennen sein.



Wettkampfspezifisches Training beim Int. Radquer in Frenkendorf: 07.11.2010
Dieses Wochenende nutzte ich das Int. Crossrennen in Frenkendorf (CH) zu Trainingszwecken. Dass ich nach fünfwöchiger Pause nicht gerade in Superform sein würde war klar. Es ging jedoch mehr darum, im fahrtechnischen Bereich Erfahrungen mit dem Crossrad sammeln zu können. Die Strecke war toll und die Veranstalter hatten sehr viel Herzblut in die Organisation gesteckt. Meine Steuerkünste waren verbesserungswürdig und eine aggressive Fahrweise konnte ich auch noch nicht an den Tag legen. Ich beendete das Rennen hinter der Siegerin Sabine Spitz auf Rang 8.
Werde in der Saisonvorbereitung noch das eine oder andere Querfeldeinrennen zu Trainingszwecken nutzen!


Einstieg ins Wintertraining: 30.10.2010
Nach fünfwöchiger Trainingspause startet im November meine Saisonvorbereitung für 2011. In den letzten Wochen konnte ich mich mal wieder den Dingen widmen, die während der Wettkampfsaison nicht realisierbar waren. Ein Lady-Weekend im Tessin, Besuch bei Freunden in Bayern und ein Badeurlaub in Ägypten versüssten mir die trainingsfreie Zeit. Konnte physisch und psychisch gut abschalten und gleichzeitig jede Menge Kraft tanken. Tat das gut :-) !!!!


Saisonrückblick 2010
23 Wettkampftage liegen nun hinter mir und ich blicke mit einem lachenden und einem weinenden Auge zurück. Für mich persönlich war es eine zufriedenstellende Saison. In guter Erinnerung ist mir das Internationale Bundesligarennen in Albstadt (HC) geblieben. Dort konnte ich mit Rang 9. als viertbeste Deutsche eine gute Leistung abliefern. Der 6. Platz bei der Deutschen Meisterschaft (XC) war gut und mein bisher bestes Ergebnis bei einer DM. Meine Beine fühlten sich an dem Tag leider an wie Gummi und ich hatte im Anstieg nicht den gewohnten Druck. Der 9. Rang in der internationalen Bundesliga Gesamtwertung war ebenfalls ordentlich. Bei dieser TOP-XC Serienveranstaltung in Europa war dies das fünftbeste deutsche Resultat im Gesamtranking. Rang 2 beim Sprint in Münsingen hinter der schwedischen Meisterin und vor der dänischen Meisterin war ein kleines "Zuckerli" für mich und motivierte mich für weitere Renneinsätze. Viele Veranstaltungen wurden in diesem Jahr aufgrund der schlechten Witterungsverhältnisse zur Materialschlacht. Durch meinen Trainerwechsel zu Toni Uecker war dies ein sehr spezielles Jahr für mich. Ein gegenseitiges Kennenlernen stand hier im Vordergrund. Nun wissen wir, was wir im nächsten Jahr ändern sollten, um Wettkampf, Training und Regeneration im richtigen Maße auf mich abstimmen zu können.

Meine Saison wäre jedoch nicht so verlaufen, wenn es nicht Leute im Hintergrund gegeben hätte, auf die ich mich hundertprozentig verlassen konnte. Mein Schatz Andy begleitete mich zu den Events und sorgte dafür, dass ich mich voll und ganz auf das bevorstehende Rennen fokussieren konnte. Neben der Verpflegung kümmerte er sich um die Film- und Fotoaufnahmen für meine Homepage. Im fahrtechnischen Bereich konnte ich wie sooft von seinen Fähigkeiten profitieren. Besonders hervorheben möchte ich auch die Zusammenarbeit mit meinem Trainer Toni Uecker. Er nahm sich für meine Trainingsplanung, Telefonate und Treffen stets sehr viel Zeit. Im letzten Herbst gab mir seine Zusage -dass er mich trainieren würde- einen zusätzlichen Motivationsschub! Mein Physiotherapeut Ralf Koller Schonhardt vom City Gesundheits- und Trainingszentrum in Basel sorgte dafür, dass ich mich von den Wettkämpfen schnellstmöglich erholen konnte. Der eine oder andere sanfte Tritt in den Hintern bewirkte manchmal Wunder. Im mentalen Bereich war er oft eine große Stütze für mich. Nicht zu vergessen natürlich auch Teammanager Bernhard Mollnhauer und das gesamte "Easton Rockets Team". Das Zusammentreffen an den Wettkampfwochenenden war jedes Mal sehr nett. Es ist so wichtig, dass das Umfeld passt und durch die gute Stimmung fühlte ich mich auch in diesem Jahr wieder sehr wohl. Meine family und Freunde fieberten bei den Events mit und unterstützten mich am Streckenrand. Mein Chef und meine Arbeitskolleginnen hatten auch in dieser Saison wieder sehr viel Verständnis für mich. Beantragte Urlaubstage wurden nie abgelehnt. Mein Webmaster Markus Christ aktualisierte meine Homepage stets in rasanter Geschwindigkeit. Erfreulich für mich war auch, dass meine Internetpräsenz nach und nach Früchte getragen hat. Im Durchschnitt waren es während der Wettkampfzeit 1059 Besuche pro Monat!

Ein Dank an all Diejenigen, die an mich glauben und mich in unterschiedlichster Art und Weise unterstützen!!!


Deutsche Meisterschaft im Marathon (Biebertal: 86km / 2130 Hm): 26.09.2010
Als letztes Rennen der Saison startete ich auf der Langstrecke bei der Deutschen Meisterschaft. Bei kalten Temperaturen fiel am Sonntagmorgen der Startschuss. Die Strecke war mit den knackigen Anstiegen und den Singletrails durchaus meisterschaftswürdig. Fühlte mich bereits nach der ersten Rennstunde ziemlich schlapp und meine Akkus liefen nach zwei Stunden nur noch auf Sparflamme. Leider gab es noch Probleme bei meiner Verpflegung und ich bekam einmal kein Trinken gereicht... Ich biss jedoch auf die Zähne und beendete das Rennen nach 4h43min auf Rang 9. Dies war lediglich mein Minimalziel. Ich war nach dem Rennen so entkräftet und kaputt wie schon lange nicht mehr! Es gewann Sabine Spitz vor Birgit Söllner und Yvonne Kraft.
Nun werde ich in den nächsten Tagen die vergangene Saison Revue passieren lassen, bevor ich mich in die wohlverdiente Wettkampfpause begeben werde.



Video zum Finallauf der Int. Bundesliga in Lennestadt-Saalhausen
http://www.youtube.com/watch?v=Cq9AQBoyrTw (ext. Link - neues Browserfenster)


XC-Rennen in Lennestadt-Saalhausen (Internationale Bundesliga / C1): 19.09.2010
Der letzte Lauf der Internationalen Bundesliga 2010 wurde in Lennestadt Saalhausen ausgetragen. Samstag wäre ich sehr gerne das Sprintrennen gefahren, doch leider wurde das Rennen für die Frauen abgesagt. So hatte ich also genug Zeit mich mit der Strecke anzufreunden. Samstag regnete es noch etwas und viele Passagen waren rutschig. Zum Sonntag hin trocknete es größtenteils wieder ab. Das Starterfeld war international Top besetzt und ich war gespannt, wie es mir beim letzten XC-Rennen der Saison so ergehen würde. In der Startphase fühlten sich meine Beine gar nicht gut an und der erste steile Anstieg war eine kleine Qual für mich. Fand dann jedoch recht bald einen guten Rhythmus. Bis zur 4. Runde hatte ich stets Sichtkontakt zur Niederländerin Laura Turpijn. Zu Beginn der vorletzten Runde bekam ich dann jedoch auf Rang 9 liegend Muskelzuckungen im hinteren Oberschenkel. Ich wollte keinen Krampf provozieren und begann kleinere Gänge zu kurbeln. Rang 9 konnte ich trotzdem ins Ziel retten. Das war ein zufriedenstellender Abschluss im XC für mich.
In der Bundesligagesamtwertung fuhr ich trotz einem Defekt in Heubach auf den 9. Rang! Die Bundesliga gehörte auch in dem Jahr zu der TOP-XCO Serienveranstaltung in Europa. In Saalhausen gewann Sabine Spitz vor Elisabeth Osl und Hanna Klein.
Nächstes Wochenende werde ich bei der Deutschen Meisterschaft auf der Langstrecke im Biebertal antreten.


Schwarzwald Bike Marathon / Furtwangen (60km / 1100Hm): 12.09.2010
Den schönen Bike Marathon in Furtwangen nutzte ich als letztes Trainingsrennen vor dem Int. Bundesligafinale am kommenden Wochenende. Zu Beginn liess ich es lockerer angehen und ich fuhr mit zwei weiteren Frauen in der Spitzengruppe. Beim Anstieg vor der Katharinenhöhe erhöhte ich mein Tempo etwas und somit konnte ich mich bei Rennmitte von den Gegnerinnen absetzen. Als ich dann in Furtwangen als Siegerin über die Ziellinie fuhr war das für mich pures Gänsehautfeeling: Die Stimmung war toll. Rang zwei und drei ging an Bettina Uhlig und Nelly Erdrich.


Besuch der EUROBIKE Messe in Friedrichshafen: 03.09.2010
Am Freitag fuhr ich mit Andy nach Friedrichshafen zur EUROBIKE-Messe. Dort trafen wir uns mit Bernhard (Teamchef Easton Rockets) und meinem Teamkollegen Andi Weinhold. Die Neuheiten der kommenden Saison konnten dort erstmals von der Öffentlichkeit begutachtet werden. Eine große Überraschung für mich war der Messestand von Fuji-Bikes. Dort hing ein XXL-Poster von mir in Action :-). Nach mehreren Gesprächen und stundenlangem Umherlaufen machten wir uns dann bald wieder auf den Heimweg. Diese Messe ist für Radsportfans einfach immer einen Besuch wert.


XC-Rennen im Münstertal (Tälercup): 05.09.2010
Um weiterhin im Rennrhythmus zu bleiben, startete ich beim Finale des Tälercups im Obermünstertal. Die Frauen absolvierten vier Runden. Während des gesamten Rennens hatte ich ein gutes Gefühl in den Beinen und es gelang mir somit nach einer knappen Stunde einen klaren Sieg einzufahren. Rang zwei und drei ging an Saskia Hauser und Agnes Naumann. Die Stimmung am Streckenrand war wie so oft richtig klasse. Ein großes Dankeschön an all diejenigen, die mich unterstützt hatten.


XC-Rennen in Muttenz (Racer Bikes Cup / C1): 22.08.2010
Bei heißen Temperaturen fiel am Sonntagmittag der Startschuss für die Elite Frauen. Ich freute mich auf dieses Rennen. Der künstlich angelegte Parcours im Reitstadion ist für einen XC-Kurs eher untypisch. Das Starterfeld war mit der amtierenden Europameisterin, Weltmeisterin, Olympiasiegerin und zwei Weltcupgewinnerinnen sehr gut besetzt. Die Damen sollten 7 Runden + Startloop zurücklegen (42km / 490 Hm). Es war zwar nur ein langer Anstieg pro Runde, doch der hatte es in sich. In der ersten Runde stürzte ich wegen einer Unachtsamkeit in einer Waldabfahrt. Fand trotzdem recht bald meinen eigenen Rhythmus. Von Runde zu Runde ging es mir schlechter. Hatte Kreislaufprobleme und fuhr einfach nur noch wie in "Trance". Die Beine waren zwar gut, doch die Hitze machte mir sehr zu schaffen. Mein persönliches Ziel in die Top Ten zu fahren hatte ich um 36 Sekunden verpasst. Mit Rang 12 konnte ich jedoch noch ein paar Weltranglistenpunkte sammeln. Vielen Dank an meine Freunde, Familie und Arbeitskollegen die so zahlreich in Muttenz erschienen sind. Bei so einer Rennatmosphäre lassen sich die Strapazen schnell wieder vergessen ;-). Im Zielsprint gewann Katrin Leumann vor Marielle Saner-Guinchard und Esther Süss.



Argovia Geax Fischer Cup (Titterten / BL): 15.08.2010
Sehr spontan entschied ich mich am Samstag eine Wettkampfbelastung ins Training einzubauen und so startete ich nach Rücksprache mit meinem Trainer am darauffolgenden Tag beim Argovia Cup in Titterten. Eine Woche vor dem Racer Bikes Cup in Muttenz kann so eine kurze Wettkampfbelastung ja nicht schaden. Am Nachmittag fiel dann der Startschuss für die 14km / 550Hm. Die Frauen starteten zusammen mit den Fun-Herren. Die Strecke setzte sich aus drei verschiedenen Loops zusammen und war mit Singletrails, Kieswegen und Wiesenabschnitten durchmischt. Nach dem Start brauchte ich eine kurze Zeit, bis ich so richtig in Tritt kam (das Training vom Vortag steckte mir noch in den Knochen). In der Rennmitte übernahm ich dann die Führung und gab diese auch bis ins Ziel nicht mehr her. Somit durfte ich einen Sieg mit nach Hause nehmen. Zweite wurde die Schweizer Meisterin (U23) Michelle Hediger und Rang drei belegte Fabienne Andres.


Neuer Formaufbau für die letzten Rennen der Saison
Nachdem ich nach dem Weltcup in der Schweiz eine fünftägige Trainingspause einlegte, nahm ich diese Woche das Training wieder auf. Den Monat August werde ich hauptsächlich zum Formaufbau für die letzten Wettkämpfe der Saison nutzen. Der Racer Bikes Cup in Muttenz am 22.08. wird mein nächster Wettkampf sein. Eine weitere wichtige Veranstaltung ist dann die Internationale Bundesliga Ende September. Dort möchte ich nochmals einen starken Sprint und ein gutes XC-Rennen fahren können.


XC-Weltcup in Champèry (Schweiz): 25.07.2010
Nach den Regenfällen in den Vortagen war die Strecke in Champèry in den Waldpassagen noch recht nass und die Wurzelpassagen mussten größtenteils zu Fuß bewältigt werden. Ich startete mit der Nr. 96 von 120 Fahrerinnen. Leider wurde es in der "Startloop" recht schnell ziemlich eng und ich hatte meine Mühe an diversen Stellen an anderen Fahrerinnen vorbeizufahren. Immer wieder gab es diverse Crashs auf dem 4,3km langen Kurs. Mein "Kopf" spielte an diesem Tag leider überhaupt nicht mit. Absteigen, Rennen, Aufsteigen wechselten sich stets ab. In der dritten Runde knickte ich mir in einer Laufpassage den Fuß um. Das Auftreten schmerzte und ich beendete das Rennen aufgrund dessen dann vorzeitig. Mein Biss und Kampfgeist war an diesem Tag wie weggeblasen. Es ging überhaupt nix.
Habe nun beschlossen am kommenden Samstag auf den Weltcup in Val di Sole zu verzichten. Werde nun ein paar Tage einfach mal meine Seele baumeln lassen!
In Champèry gewann Nathalie Schneitter (SUI) vor Eva Lechner (ITA) und Willow Koerber (USA).


XC-Rennen in Bad Salzdetfurth / Niedersachsen (Deutsche Meisterschaft): 17.07.2010
In Bad Salzdetfurth fiel am Samstagnachmittag der Startschuss zur Deutschen Meisterschaft für die Elite Frauen. Für mich war es das erste Mal, dass ich das XC-Rennen in Bad Salzdetfurth bestritt. Unmittelbar nach dem Startschuss schoss mir im ersten langen Anstieg sofort das Laktat in die Beine. Während des gesamten Rennverlaufs hatte ich am Berg leider nicht den gewohnten Druck. In der Abfahrt konnte ich dann immer wieder ein paar Sekunden herausholen, doch dieses Rennen wurde am Berg und nicht in der Abfahrt entschieden. In der letzten Runde gelang es mir dann schließlich mit der fünftschnellsten Rundenzeit auf den sechsten Rang zu fahren. Zwar war dies bei meiner dritten DM im Cross-Country die bisher beste Platzierung (2x belegte ich den 7. Rang), doch die Enttäuschung war trotzdem da. Schade, dass ich meine volle Leistungsfähigkeit an dem Tag nicht abrufen konnte!
Bin somit auch knapp an der Vornominierung zur WM in Kanada vorbeigeschrammt (die ersten fünf wurden vornominiert). Dieses Wochenende starte ich nun beim Weltcup in Champèry.


XC-Rennen in Freiburg (Tälercup): 11.07.2010
Wie jedes Jahr veranstaltete mein Verein "RIG-Freiburg" den Tälercup und Schwarzwälder Kids-Cup im St. Otilienwald in Freiburg. Für mich war es nach einigen Krafteinheiten nochmals wichtig, vor der Deutschen Meisterschaft eine intensive Wettkampfbelastung zu fahren. Als der Startschuss fiel fuhr ich rasch auf die 2. Position. Doch schon kurze Zeit später waren meine Beine schwer wie Blei und es ging einfach nix mehr... Das Rennen wurde für mich zur Quälerei. Immer wieder bat ich Zuschauer mir Wasser über Kopf und Nacken zu leeren. Hatte sehr mit der Hitze zu kämpfen. In der vorletzten Runde ging es dann nur noch darum irgendwie ins Ziel zu fahren. Letzten Endes Rang 4. Es gewann Elisabeth Brandau vor Silke Schmidt und Adelheid Morath. Werde diese Woche nun sehr locker angehen und ich bin gespannt, ob es mir gelingen wird, am kommenden Samstag in Niedersachsen eine gute DM zu fahren!


XC-Rennen in Bern (Swiss Bike Trophy, HC): 27.06.2010
Bei heißen Temperaturen fiel am Sonntag der Start zur Swiss Bike Trophy in Bern (Gurten). Das Starterfeld war wie sooft mit zahlreichen Weltklasse Fahrerinnen aus 9 Nationen besetzt. Für mich war es wichtig, bei diesem Rennen wieder wichtige Weltranglistenpunkte zu sammeln. Die Frauen mussten auf diesem sehr kräftezehrenden Kurs 6 Runden zurücklegen. Dies bedeuteten insgesamt 26,8km/1500 Hm. Die Strecke war mit einigen sehr steilen Teilstücken gespickt und ich hatte meine liebe Mühe damit. Mit den Downhills kam ich gut zurecht, doch in den Anstiegen fehlten mir heute etwas die "Körner". Letzten Endes sprang der 11. Rang für mich heraus und somit eine ordentliche Anzahl Weltranglistenpunkte, die ich für die kommenden Weltcups (und auch fürs nächste Jahr) sehr gut gebrauchen kann. Nun freue ich mich nach 7 Rennen in Folge auf ein rennfreies Wochenende. Mein "Kopf" und auch meine Beine sind nun recht müde.
In drei Wochen findet mein Saisonhöhepunkt (Deutsche Meisterschaft im XC) statt und ich denke, dass mir die Rennhärte -die ich in den letzten Wochenenden sammeln konnte- zu Gute kommen wird.
Auf dem Gurten gewann Irina Kalentieva (RUS) vor Sabine Spitz (GER) und Katrin Leumann (SUI).


Bike-Fahrtechnikkurse von Frauen für Frauen
Wie bereits im letzten Jahr bot der Veloplus Laden in Basel unter dem Motto "Frauen lernen von Frauen" Bike-Fahrtechnikkurse an. Irene Brodmann (ausgebildete Swiss-Bikeschool Lehrerin) und ich unterrichteten in den letzten drei Wochen diese Kurse (2 Abende pro Woche / je 3h). Am ersten Abend wurde u.a. das Gleichgewicht geschult und das Überfahren diverser Hindernisse geübt. Die zwei darauffolgenden Abende fanden im Gelände statt. Mir hatte es viel Freude bereitet, mein Wissen an andere Frauen weiterzugeben und zu sehen, wie diese nach und nach ihre Angst ablegen konnten. Den letzten Abend liessen wir dann mit einer gemütlichen Bike-Tour und anschliessendem Abendessen ausklingen. Jetzt hoffen wir natürlich, dass die Ladys weiterhin fleissig üben, damit die Sicherheit und das Selbstvertrauen Stück für Stück wachsen werden.


Black Forest Ultra Bike Marathon / Kirchzarten (77km / 2000 Hm): 20.06.2010
Wie jedes Jahr startete ich auch in dieser Saison beim grössten Mountainbikemarathon in Mitteleuropa. Vor einigen Jahren fuhr ich bei dieser Veranstaltung meinen ersten Elite-Sieg ein und seither gehört dieses "Top organisierte Event" für mich als Freiburgerin einfach in meine Saisonplanung rein. Dieses Jahr nutzte ich den Marathon erstmals als intensive Trainingseinheit. Ein Podestplatz war für mich persönlich jedoch trotzdem Pflicht. Als der Startschuss fiel war es mit 6°C noch recht frisch am Morgen. Den ersten langen Anstieg wollte ich eigentlich locker angehen, doch als die Dänin Kristine Norgaard gleich von Beginn an das Tempo hochhielt, ging ich erstmals mit. Wollte sie nicht einfach so kampflos davonfahren lassen. Nach 1,5h liess ich in Hinterzarten dann doch abreissen. Schliesslich wusste ich nicht, wie es mir ergangen wäre, wenn ich das Tempo weiterhin so gefahren wäre... Kirchzarten war dieses Jahr meine erste Rennbelastung auf einer längeren Distanz. Den grössten Teil des restlichen Rennens fuhr ich dann an meiner anaeroben Schwelle. In Oberried zog ich am letzten langen Anstieg dann nochmals etwas an. Meine Beine waren an dem Tag gar nicht spritzig und ich litt gegen Ende des Rennens immer mal wieder an Muskelzuckungen im linken Oberschenkel. Unter diesen Umständen war ich sehr zufrieden mit dem 2. Platz auf der Marathondistanz. Die Dänin Norgaard fuhr ihren Sieg sicher ins Ziel. Bettina Uhlig belegte Rang drei.
Mein Vater war in Kirchzarten ebenfalls am Start. Für ihn war es der erste Start bei einem Bike-Marathon. Er hatte auf der Short-Track Distanz (42km / 900 Hm) viel Spass und fuhr auf den tollen fünften Rang in seiner Altersklasse.
Für mich gilt nun, mich diese Woche gut zu erholen, damit ich am Sonntag beim international sehr stark besetzten XC-Rennen in Bern (Gurten) erneut ein paar Weltranglistenpunkte einfahren kann.


Video der Easton Rockets beim Int. Bundesligarennen in Albstadt
http://www.youtube.com/watch?v=Lb8e5buAy1o&feature=channel


XC-Rennen in Albstadt (Internationale Bundesliga / HC): 13.06.2010
Auf das Rennen in Albstadt freute ich mich seit Tagen besonders. Die Strecke liegt mir und das Publikum im "Bullentälle" (ein sehr steiler Anstieg mit gegenüberliegender Abfahrt) ist jedes Mal der absolute Hammer. Der Regen und die aufgeweichte Strecke konnten meine Vorfreude nicht bremsen. Zahlreiche internationale Top Fahrerinnen aus 9 Nationen gingen an den Start. Der Start verlief für mich leider gar nicht gut. Vor mir stürzte eine Fahrerin und ich musste somit als Vorletzte ein Loch von ca. 30 Metern zum Feld zufahren. Mit der sechstschnellsten Rundenzeit in der zweiten Runde konnte ich mich bereits in den Top 10 einreihen. Mit Druck am Berg und meiner Technik in den Abfahrten konnte ich mich Stück für Stück nach vorne arbeiten. Als ich dann auf die später Siebtplatzierte Alexandra Engen aufschliessen konnte, pushten wir uns gegenseitig und es machte einfach Spass so zu fahren. Leider bekam ich mehr und mehr Probleme mit meiner Schaltung und die nassen Handschuhe erschwerten mir das Schalten mit den Drehgriffen sehr. Als ich dann die achte Position erkämpft hatte, entschied ich mich an der Tech-Zone zu halten, meine Handschuhe zu wechseln und das Schaltwerk kurz säubern zu lassen. Dies kostete mich wertvolle Zeit. Die Slowenin Blaza Klemencic kam von hinten und überholte mich noch unmittelbar vor der langen Abfahrt. Ich wollte keinerlei Risiko mehr eingehen und fuhr somit meinen 9. Rang als Viertbeste Deutsche sicher ins Ziel. Auf Rang acht fehlten mir lediglich neun Sekunden. Dieses Rennen war ein grosses und wichtiges Erfolgserlebnis für mich! Es lief zwar nicht Alles PERFEKT, aber dieser Tag stimmt mich positiv für meine nächsten "wichtigen" Rennen!
Möchte mich an der Stelle bei meinem Trainer Toni Uecker bedanken. Er nimmt sich für meine Trainingsplanung und die persönlichen Gespräche immer sehr viel Zeit. Es tut gut Leute an meiner Seite zu haben, die an mich glauben und mich bestmöglich unterstützen wollen. Vielen Dank an all Diejenigen!
In Albstadt gewann Sabine Spitz vor Elisabeth Osl und Annika Langvad.



XC-Rennen in Champèry (Racer Bikes Cup, C1): 06.06.2010
Nach Rücksprache mit meinem Trainer Toni Uecker nutzte ich am letzten Wochenende den Racer Bikes Cup in Champèry zu Trainingszwecken. Nicht alle Körner verbrauchen und mich mit dem Weltcup-Kurs vertraut machen war das Ziel (Mitte Juli wird auf der gleichen Strecke der Weltcup ausgetragen). In meinen Augen gehört diese Strecke zu den technisch anspruchsvollsten Strecken im Weltcup. Jede Menge Wurzeln und Steine, steile Abfahrten sowie jede Menge Richtungsänderungen forderten volle Konzentration. Fand nach dem Start recht bald einen guten Rhythmus und reihte mich in den Rängen 8 - 10 ein. In der letzten Runde verschenkte ich dann leider wegen eines Fahrfehlers an der Schlüsselstelle einen Platz und landete letzten Endes auf dem 10. Schlussrang. Konnte somit noch ein paar Weltranglistenpunkte einfahren. Es gewann die Schweizerin Marielle Saner vor der Norwegerin Lene Byberg und der Deutschen Sabine Spitz. Nächstes Wochenende werde ich beim international sehr stark besetzten Bundesligarennen in Albstadt an den Start gehen.
Anbei ein kurzes Video zur Weltcupstrecke in Champèry (Youtube)


Video von der Schlammschlacht bei der Baden-Württembergischen Meisterschaft
http://www.youtube.com/watch?v=sMTB0yLHGfQ


Video der Weltcupstrecke in Offenburg aus Fahrersicht
Anbei ein Link zu einem Video, das Euch einen kleinen Einblick in die Weltcupstrecke von Offenburg geben wird. Viel Spass : http://www.youtube.com/watch?v=WyKowgfffZM


Wochenende mit Fahrradbiometrie und Ba-Wü Meisterschaft: 28.05. - 30.05.2010
Freitagnachmittag fuhr ich zu Jens Machajeck nach Bad Soden im Taunus zur Fahrradbiometrie. Jens ist ein gelernter Orthopädietechniker und Bewegungsanalytiker, der neben zahlreichen Triathleten und Athleten einiger Radnationalmannschaften auch das Team Easton-Rockets betreut. Durch die Fahrradbiometrie können die Ursachen radsportspezifischer Beschwerden gefunden und beseitigt werden und zudem kann die Leistung verbessert werden. Aufgrund meines Beckenschiefstandes wird Jens eine Einlage in meinen Radschuh einbauen. Mein Sattel wurde 7mm tiefer gesetzt als ich bisher gefahren bin und ein Stück nach vorn geschoben. Die Cleats der Radschuhe wurden so angepasst, dass ich eine optimale Kraftübertragung aufs Pedal bringen kann. Jetzt sollte ich die nächsten Wochen noch etwas Geduld haben, bis sich meine Muskulatur an die neuen Einstellungen gewöhnt hat. In wenigen Wochen werde ich erneut bei Jens vorbeischauen, damit wir das Ganze nochmals checken können!
Samstag unternahm ich dann eine richtig tolle Bike-Tour mit Freunden im Spessart und am Sonntag ging es dann zur Baden-Württembergischen Meisterschaft in St. Märgen. Wollte als Titelverteidigerin auf jeden Fall an den Start gehen (auch wenn ich das Rennen aus dem Training heraus fuhr). Es regnete kurz vor dem Rennen und die Nacht zuvor in Strömen. Die Strecke war die totale Pampe, machte aber irrsinnig viel Spass darauf zu fahren: Steuerkünste waren gefragt und man durfte sich in diversen Abschnitten keinen Fehler erlauben. In den ersten beiden Runden fuhr ich mit der Favoritin Hanna Klein zusammen. Hatte mir vorgenommen, Tempo zu machen und zu schauen wie lange ich dran bleiben kann. In der dritten Runde versteuerte ich mich leider in einer Matschpassage und schürfte mir mein linkes Knie auf. Hanna fuhr dann eine Attacke und ich verlor dann endgültig den Anschluss. Drehte dann die letzten 1,5 Runden allein (Nach hinten hatte ich Luft). Aufgrund der schwierigen Verhältnisse hatte ich ab Rennmitte immer wieder Kettenklemmer, die mir das Schalten erheblich erschwerten. Mit dem Baden-Württembergischen Vizemeistertitel war ich sehr zufrieden. Rang drei ging an Nina Kunz. Vielen Dank an diejenigen, die mich am Streckenrand mit Ihren Zurufen unterstützt hatten ;-)



XC-Weltcup in Offenburg (Deutschland): 23.05.2010
Wie bereits in Houffalize startete ich beim Heimweltcup in Offenburg mit der Startnummer 94 (125 Fahrerinnen waren gemeldet). Eine Startloop und 5 Runden sollten auf dem 5,1km langen Rundkurs bewältigt werden. Am Donnerstagabend absolvierte ich erstmals ein Training auf der anspruchsvollen und sehr spektakulären Strecke. Trotz des aufgeweichten schlammigen Untergrunds kam ich sehr gut zurecht. Am Renntag hatten wir Fahrer super Bedingungen und die Strecke war komplett abgetrocknet. 15 000 Zuschauer sorgten für gute Stimmung am Streckenrand. Mir gelang ein richtig guter Start und ich fand recht bald einen guten Rhythmus. Fuhr die ersten 3,5 Runden mit drei weiteren deutschen Fahrerinnen zwischen Platz 47 und 50. In den letzten 1,5 Runden passierten mir leider zwei kleine Fehler und ich verlor den Anschluss. Die Kraft liess gegen Ende zwar wieder etwas nach, doch ich empfand dies weniger gravierend als auch schon. Rang 55 war für mich mit meiner Startposition in diesem Weltklasse-Teilnehmerfeld ein zufriedenstellendes Resultat, auf dem ich aufbauen kann. Konnte somit ein paar Weltranglistenpunkte einfahren und für die kommenden Rennen eine Portion Selbstvertrauen tanken. Es gewann die Kanadierin Catharine Pendrel vor der Amerikanerin Georgia Gould und der Schweizerin Esther Süss.


XC-Rennen in Heubach (Internationale Bundesliga / HC): 17.05.2010
Eine Woche vor dem heimischen Weltcup in Offenburg startete ich beim zweiten Lauf der Internationalen Bundesliga in Heubach. Das Damenfeld war mit 16 Nationen vertreten. Meine Beine waren bereits zu Beginn völlig kraftlos (Hatte diese Woche ein paar Krafteinheiten absolviert und mich davon wohl noch nicht ausreichend erholt). In der vorletzten Runde beendete ich das Rennen nach dreimaligem Anhalten in der Tech-Zone dann endgültig. Aufgrund eines Sturzes war die Bremshalterung gebrochen und an ein Weiterfahren war somit nicht mehr zu denken. Jetzt heißt es: Nach vorne schauen und mich gut erholen, bevor am Sonntag der Startschuss beim Weltcup in Offenburg fällt!


Neue Teamhomepage ist online
Die neue Teamhomepage der "Easton Rockets" ist online. Aktuelles über das Team findet man nun unter
www.team-rockets.de



XC-Weltcup in Houffalize (Belgien): 02.05.2010
Mit der Startnummer 94 von 125 Gemeldeten startete ich am Sonntag bei meinem ersten Weltcup der Saison. In der Vornacht regnete es heftig und auch am Renntag nieselte es immer wieder. Die Strecke war somit sehr glitschig und die Abfahrten wurden zur Rutschpartie. Der lange immer steiler werdende Asphaltanstieg zu Beginn des Rennens kam mir entgegen: Es gelang mir ein guter Start und ich konnte mich somit recht weit nach vorne arbeiten. Im ersten Singletrail stand ich dann trotzdem im Stau.... In der zweiten Runde stürzte ich so schwer, dass es mir den Lenker total verdreht hatte und ich meine Hinterrad-Bremse nicht mehr betätigen konnte. Das Bremsproblem stellte ich allerdings erst fest, als ich die Tech-Zone wieder verlassen hatte. Fuhr also so gut es irgendwie ging weiter und ließ mir die Bremse an der nächsten Tech-Zone richten. Danach war ich in den Abfahrten total verkrampft und blockiert. In der letzten Runde gelang es mir zwar noch, einige Fahrerinnen zu überholen und einen Zielsprint zu gewinnen, doch Platz 67 war nicht das was ich mir vorgenommen hatte. Es gewann die Italienerin Eva Lechner vor der Amerikanerin Willow Koerber und der Österreicherin Elisabeth Osl.


Verzicht auf den Weltcupstart in Großbritannien: 25.04.2010
Diese Woche plagte mich eine Erkältung, die ich mir wohl nach dem Rennen in Münsingen eingefangen hatte. Fühlte mich Anfang der Woche nicht besonders gut und somit entschied ich mich, die lange Reise mit Auto und Fähre nach Dalby Forest (Großbritannien) nicht auf mich zu nehmen. Wäre sehr gerne dort gestartet, aber unter diesen Voraussetzungen hätte das wenig Sinn gemacht. Am Freitag werde ich bereits wieder meine Koffer packen. Dann heißt es: "Auf zum Weltcup nach Houffalize (Belgien)".


XC-Rennen in Münsingen (Internationale Bundesliga / C1): 17./18.04.2010
In Münsingen startete letztes Wochenende das erste Rennen der internationalen Bundesligaserie. Am Samstag nutzte ich das "Sprintrennen" zur Vorbelastung. Im Einzellauf fuhr ich die Zweitschnellste Zeit und das Halbfinale konnte ich gewinnen. Somit landete ich im Finale: In diesem Lauf musste ich mich lediglich der Schwedischen Meisterin Alexandra Engen geschlagen geben. Rang drei belegte die Dänische Meisterin Annika Langvad. Das war ein tolles und zufriedenstellendes Ergebnis für mich.
Am darauffolgenden Tag fand das XC-Rennen statt. Auch dies war international sehr gut besetzt. Beim Start erlaubte ich mir einen "Patzer", der mir das Glück bescherte, dass ich als viertletzte am Starthang oben ankam. Startete dann eine Aufholjagd und konnte in der zweiten Runde mit der siebtbesten Rundenzeit auf den achten Rang vorfahren. Doch im letzten Renndrittel verließen mich meine Kräfte und ich bin ziemlich eingegangen. Rutschte dann letzten Endes auf den 11. Rang zurück, was trotzdem noch zufriedenstellend für mich war. Darauf kann ich aufbauen!
Aufgrund der guten Leistung hab' ich nun die Möglichkeit mit meinem Teamchef und einem Teamkollegen zum Weltcup nach Großbritannien zu reisen :-)


XC-Rennen in Lugano / Tesserete (Racer Bikes Cup, C2): 11.04.2010
Eine technisch tolle Strecke mit anspruchsvollen Anstiegen wurde beim Racer Bikes Cup in Tesserete umfahren. Die Runde betrug 6km/200Hm und sollte 5x absolviert werden. Meine Beine waren müde und ich kam nicht so richtig in Tritt. Nach der zweiten Runde verlor ich immer mehr Positionen. Letzten Endes musste ich mich an dem Tag mit dem 19. Platz zufrieden geben. Diese Woche liess ich das Training sehr ruhig angehen, sodass ich beim Internationalen Bundesliga-Auftakt in Münsingen erholt an den Start gehen kann.


Erfolgreicher Charity-Einsatz in Rheinfelden: 08.04.2010
Mein Trainer Toni Uecker hatte die Idee, für ein Sozialprojekt des Kinder und Jugendamts Rheinfelden einen Charity-Einsatz zu organisieren. Jugendlichen aus schwierigem Umfeld soll mit Hilfe von Sport (speziell dem Mountainbikesport) Unterstützung im Blick auf ihre Persönlichkeitsentwicklung gegeben werden. Bei der DM-Markt Eröffnung in Rheinfelden trainierte ich gemeinsam mit anderen Radsportlern auf Trainingsrollen. Pro Minute gab es 1 Euro vom DM-Markt. Das Engagement der Passanten war enorm und diese stiegen ebenfalls für einige Minuten auf die Rolle um ein paar Euro in die Kasse des Sozialprojekts zu pedalieren. Es konnten insgesamt 2600 Euro eingefahren werden. Mit dem eingefahrenen Geld sollen Mountainbikes gekauft werden, um sogenannten orientierungslosen Kindern und Jugendlichen den Sport zu ermöglichen. Der Event war ein voller Erfolg!


XC-Rennen in Buchs (Racer Bikes Cup, C1): 28.03.2010
Am vergangenen Wochenende begann mit dem Racer Bikes Cup die neue Rennsaison. Von Beginn an fühlte ich mich nicht besonders gut. Quälte mich trotzdem bis in die vierte von fünf Runden, doch eine "Gesichtsbremsung" -aufgrund eines Schuhproblems- sorgte dafür, dass ich das Rennen vorzeitig beendet hatte (Vielen Dank an die zwei Helfer am Streckenrand, die sofort zur Hilfe eilten). Ich hoffe, dass ich mich bei den nächsten Renneinsätzen wieder voll belasten und meine Leistung abrufen kann!


Wettkampfspezifische Trainingsvorbereitung in der Toskana: 27.Februar - 7.März 2010
Die letzten Tage verbrachte ich mit Andy in der wunderschönen Toskana. Dort hatte ich die Möglichkeit beim Maremma-Cup in Massa Marittima meine ersten zwei Rennen in der noch frühen Saison zu bestreiten und mich mit dem neuen Bike vertraut zu machen. In erster Linie ging es darum, herauszufinden, wo mein momentanes Leistungsniveau -im Vergleich zu internationalen Top-Fahrerinnen- liegt. Wo hab' ich noch Defizite und was sind meine Stärken. Die Strecke in Massa Marittima war technisch und konditionell anspruchsvoll. Für mich als Fahrerin sehr attraktiv und ein Riesen-Spass (für Zuschauer jedoch eher langweilig, die spektakulären Stellen im Wald waren sehr schlecht zugänglich). Beim ersten Rennen am 28. Februar sollten fünf Runden absolviert werden. Ich erwischte keinen guten Start. Die Spitzengruppe war weg und ich drehte meine Runden größtenteils allein. Konnte mich nicht so richtig orientieren, wo sich meine Gegnerinnen befanden und fiel dann mit der Zeit in einen gemütlicheren Rhythmus. In der dritten Runde brach mir dann aufgrund eines Fahrfehlers bei einer Bachdurchfahrt das Sattelgestänge: Ich saß zwar somit ziemlich schräg und zwei Zentimeter tiefer auf dem Sattel, aber bis ins Ziel wollte ich auf alle Fälle noch fahren. In der letzten Runde litt ich an Oberschenkelkrämpfen und die letzten Kilometer waren dann eine Quälerei. Der 6. Platz war letzten Endes zwar eine gute Platzierung für mich, doch mit meinem Rennen war ich nicht wirklich zufrieden. Für die erste Wettkampfbelastung war es OK. Harte, kurze Trainings hatte ich bis jetzt ja noch nicht absolviert. Die kommenden Tage verbrachte ich damit, mich mit dem neuen Rad vertraut zu machen, bevor dann eine Woche später der zweite Startschuss auf der Strecke in Massa fiel. Das Teilnehmerfeld war noch hochkarätiger wie die Woche zuvor. Mehrere Staatsmeisterinnen und Olympiateilnehmerinnen schmückten das Starterfeld. Das Rennen wurde im Vergleich zur Vorwoche auf vier Runden verkürzt. Der Start gelang mir diesmal etwas besser und ich hatte richtig viel Druck auf dem Pedal. Von Runde zu Runde kam ich mehr und mehr in Schwung. In der zweiten Runde bekam ich immer wieder Schaltprobleme. Das Problem lag allerdings nicht an der Schaltung sondern an der Kurbel, die sich in der dritten Runde komplett gelöst hatte. Vielleicht hatte ich einfach zu viel Kraft ;-). War für mich allerdings schon frustrierend. Hätte mit großer Wahrscheinlichkeit ein Top Ten Resultat einfahren können und so ein blöder Defekt hinderte mich daran. Mein Selbstvertrauen ist auf jeden Fall gestärkt und ich freu mich auf die bevorstehende Wettkampfsaison!
Beide Rennen des Maremma Cups gewann die Italienerin Eva Lechner.



Trainingslager Mallorca: 22. Januar - 07. Februar 2010
Während zu Hause der Winter ausbrach, genoss ich mit Andy die guten Trainingsbedingungen und angenehmen Temperaturen auf Mallorca. Unsere Unterkunft wählten wir diesmal nicht in Santa Ponça, sondern in L Arenal. Als Ausgangspunkt für die Touren war dies optimal (wellige, bergige oder flache Trainingseinheiten konnten in unmittelbarer Nähe absolviert werden). Die ersten Tage hiess es für uns während der Touren zwar immer mal wieder "Karte rauskramen" und "Lage" checken, doch mit der Zeit fanden wir uns dann auch ohne Karte ganz gut zurecht. Fand es auch ganz schön in den zwei Wochen zu beobachten, wie die ersten Mandelblüten anfingen zu blühen. Tolle Touren, gute Stimmung und ideale Wetterbedingungen sorgten dafür, dass mir diese Zeit noch lange in guter Erinnerung bleiben wird. Werde sicherlich lange davon zehren und mich gerne zurückerinnern, wenn die nächsten Trainings bei Schnee und Kälte anstehen. Am Abreisetag fuhren wir noch locker nach Palma: Dort begann die erste Etappe der "Mallorca-Rundfahrt" mit einem Kriterium. War schon interessant zu sehen, wie es denn während eines Rennens bei den Profi-Teams im Strassenradsport abläuft.
In zwei Wochen darf ich bereits wieder meine Koffer packen. Werde den "Maremma Cup" in der Toskana als einwöchige intensive Trainingsbelastung nutzen. Zwei XC-Rennen und vier Sprintrennen werden dort organisiert. Bin gespannt, wie ich mich bei meinen ersten Rennbelastungen der neuen Saison fühlen werde!




Verzicht auf den Start bei der Deutschen Meisterschaft im Querfeldein
Nachdem ich mir drei Tage nach der starken Erkältung erneut einen Virus eingefangen hatte (meine Stimme war weg und ich hatte starke Halsschmerzen), hab' ich den Entschluss gefasst, an der Querfeldein DM nicht an den Start zu gehen. Seit gestern fühl ich mich zwar wieder gut, doch das Risiko eines Rückschlags - bei den eisigen Temperaturen und der hohen Belastung für meine Lungen - ist mir einfach zu hoch. Es steht für mich zu viel auf dem Spiel. Übernächste Woche flieg ich nach Mallorca und die Zeit dort möcht' ich für gute Trainings nutzen können!



"Fuji-Bikes Europe Team" wird zu "Easton Rockets"
Nach vielen Gesprächen und ausgedehnten, aber sehr orientierten Akquisen ist es unserem Teamchef Bernhard Mollnhauer und seiner Agentur "Unikate-Berlin" gelungen, neue Partner für ein zukünftiges MTB-Team zu begeistern!
In der Saison 2010 hat Bernhard auf die Athleten von 2009 gesetzt und mit dem U23-Fahrer Marcel Braun einen Neuzugang ins Team geholt. Neben der internationalen Bundesliga wird das Team den Fokus auf diverse Weltcups (Grossbritanien, Belgien, Deutschland, Italien, Schweiz) und die nationalen Meisterschaften setzen. Die Marathon-Weltmeisterschaft in Deutschland soll ebenfalls ins Auge gefasst werden.
Ich freu mich bereits jetzt schon wieder auf die Zeit, die ich mit dem Team in der Wettkampfsaison erleben darf. Die neue Homepage der "Easton Rockets" wird im März online gehen.